Eigenbluttherapie

Bis heute gibt es keine vollständige wissenschaftliche Erklärung für die Wirksamkeit von Eigenblutinjektionen. Es wird angenommen, dass das injizierte Blut als „erneute Infektion“ vom Organismus erkannt und mit einer Stimulierung der Körperabwehr beantwortet wird. Auf diese Weise wird ein bestehender chronischer Kranheitsprozess in einen akuten Zustand zurückgeführt, der geheilt werden kann. Eine Bestätigung dieses Wirkprinzips ist die häufig beobachtete Erstverschlimmerung – ein Phänomen, das auch aus der Homöopathie bekannt ist und die Reaktion des Organismus auf den Reiz widerspiegelt.

Betrachtet man die verschiedenen Wirkungen der Eigenbluttherapie, dann wird deutlich, dass die Palette, bei der sie eingesetzt werden kann, groß ist. Sie reicht von Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und reduziertem Allgemein-Befinden bis hin zu chronischen Schmerzzuständen, Allergien, klimakterischen Beschwerden und Hauterkrankungen. Die Eigenbluttherapie stellt einen starken Reiz für das vegetative Nervensystem dar. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass vegetative Allgemeinreaktionen wie Schwindel oder Herzklopfen auftreten können. Sie stellen jedoch kein Risiko für den Patienten dar, wenn die injizierte Blutmenge 5,0ml nicht überschreitet.

Ausschlaggebend für den Behandlungserfolg sind Dosis und Behandlungsintervall. Als Kriterium für die Dosierung gelten neben der konstitutionellen Verfassung des Patienten die Art der Erkrankung und seine Reaktion auf die Therapie. Ausgenommen von der Therapie sind kachektische Patienten, Patienten mit Thrombose bzw. Thrombophlebitis oder einer aktiven Tuberkulose.

Indikation:
– alle chron. Erkrankungen wie Rheuma, Allergien, Asthma, Neurodermitis,
– geschwächte Immunabwehr.